Alternative Therapien

Interessieren Sie sich für alternative Therapien, finden sich aber im Dschungel der Methoden nicht zurecht? Wir wollen Ihnen helfen, den richtigen Weg für sich zu finden.

Die meisten Menschen mit einer chronischen Erkrankung werden durch die so genannte konventionelle Medizin behandelt. Diese hat in den letzten Jahrzehnten auf vielen Gebieten erstaunliche Fortschritte gemacht: Insuline, Antidiabetika, Blutdrucksenker, innovative Rheumapräparate und viele neue Technologien haben die Gesundheit der Menschen mit chronischen Leiden verbessert.

Trotzdem – selbst wenn wir uns von unserem konventionellen Arzt gut betreut fühlen – bleibt bei Vielen der Wunsch nach einer zusätzlichen Unterstützung durch alternative Therapien. Heilkräuter, Massagen, Akupunktur, Biofeedback, Meditation – der Reigen alternativer Therapien ist groß und vielfältig. Und gerade deshalb fällt es schwer zu entscheiden, welche dieser Möglichkeiten im speziellen Fall helfen könnte. Nicht alle Ärzte, die Sie konventionell behandeln, sind den alternativen Therapien gegenüber positiv eingestellt. Das hängt zum einen damit zusammen, dass viele von ihnen noch zu wenig Erfahrung damit haben. Andererseits ist bei manchen alternativen Verfahren der Nutzen nicht ausreichend belegt und das kann dann zu generellen Vorbehalten führen.

Zunehmend erkennen jedoch Mediziner und Wissenschaftler, dass die alternative Medizin uns zahlreiche sehr wirkungsvolle Wege zeigt, die wir zusätzlich zu unserer konventionellen Behandlung nutzen können. Sie können z.B. Schmerzen lindern, Blutwerte verbessern, einer weiteren Verschlechterung vorbeugen, die Stimmung anheben oder unseren Umgang mit der Erkrankung erleichtern.

Damit Sie sich in dem Dschungel dieser alternativen Verfahren besser zurecht finden, wollen wir Ihnen in einer Serie von Artikeln  in diesem Blog zeigen, welche Methoden sich als wirkungsvoll erwiesen haben, wo eventuelle Gefahren lauern und welche Verfahren noch nicht genügend untersucht sind, um eindeutige Aussagen zu machen.

Es soll Ihnen die Entscheidung erleichtern, wenn Sie das Bedürfnis haben, zusätzlich zu ihrer konventionellen Behandlung etwas für sich und Ihre Erkrankung zu tun.

Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an und unterbrechen Sie nie eigenmächtig Ihre konventionelle Behandlung. Machen Sie selbst die Erfahrung, was Ihnen gut tut und was nicht, und vor allem hören Sie nicht auf, Wege zu suchen, die Ihnen helfen, damit es Ihnen besser geht.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Autor: Prof. Dr. Dorothee Gänshirt

2 Kommentare zu „Alternative Therapien

  1. Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gänshirt,
    Was halten Sie von Aderlässen zur Senkung von Bluthochdruck?
    Kürzlich erfuhr ich von Untersuchungen, die die Berliner Charite (Prof. Dr. Andreas Michalsen u.a.) in Zusammen-arbeit mit der Carstens-Stiftung durchgeführt hat und noch weiterführt. Demnach kommen auch Blutspenden bzw. Aderlässe als Möglichkeit für eine Senkung eines Bluthochdrucks in Frage.
    Da ich seit vielen Jahren unter Bluthochdruck leide, im Jahre 2013 auch einen Herzinfarkt hatte (der zum Glück sofort erfolgreich behandelt wurde) regelmäßig unter fachärztlicher Kontrolle stehe, diverseTabletten (Betablocker, Ramipril bzw. Candesartan-Comp. CT, Modip, Clopidogrel und seit kurzem Tamsulosin, aber kein Simvastatin mehr) einnehme auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise achte (Biogemüse ect.), das Gewicht auf 73 kg reduziert habe, gelegentlich 5km jogge und Stress vermeide (ich bin nicht mehr berufstätig) und noch bis Mitte Februar 2017 trotzdem Blutdruckwerte von im Durchschnitt 151 / 88 hatte, habe ich von einem Arzt für Naturheilverfahren Aderlässe durchführen lassen (5 Aderlässen von je 250 ml in Abständen von jeweils 14 Tagen). Die Wirkung war vielversprechend: Schon nach dem 1. Aderlass und noch stärker nach dem 2. sanken die Blutdruckwerte im Durchschnitt auf ca. 139 / 82 (bei sonst gleichen Bedingungen). Heute wurde der 5. Aderlass vollzogen und die Blutdruckwerte waren bei einer Messung 126 / 70. Nun bin ich gespannt, wie lange die Wirkung anhält.
    Haben Sie hierzu Erfahrungen? Wie ist Ihre Einschätzung dieser Methode?
    Mit freundlichen Grüßen
    H. Brandt

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  2. Sehr geehrter Herr Brandt, ich kenne die Studie zum Aderlass bei Bluthochdruck und tatsächlich konnte sie erstaunlich gute Ergebnisse zeigen. Allerdings muss ich als Medizinerin und Wissenschaftlerin auch darauf hinweisen, dass es noch keine Folgestudien und Langzeitergebnisse gibt. Das heisst, wir wissen nicht, ob es bei allen Patienten positive Wirkungen auf den Blutdruck hat – bei Ihnen scheint das der Fall zu sein – und ob es langfristig Nebenwirkungen haben kann. Da Sie die Therapie ja schon ausprobiert haben, möchte ich Ihnen dennoch unbedingt ans Herz legen, dieses Thema mit Ihrem behandelnden Arzt zu besprechen, ihm oder ihr die Ergebnisse zu zeigen und sich beraten zu lassen, ob und wie sie weiter vorgehen sollen. Es ist bei allen alternativen Methoden wichtig, dass Sie diese in Abstimmung mit dem behandelnden Schulmediziner durchführen, damit es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Es gibt heutzutage eine Menge guter Schulmediziner, die durchaus offen und unterstützend für zusätzliche alternative Methoden sind. Ich wünsche Ihnen, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin einen guten Weg finden, um Ihren Blutdruck gut in den griff zu bekommen. Dorothee Gänshirt

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