Zwei Wochen nur Wasser – ein Selbstversuch

Zugegeben ich bin oder besser war – ein Eisteejunkie – Eistee Zero „ohne Zucker“. Ohne dass ein Getränk süß schmeckt, kann ich es nicht trinken. Dachte ich jedenfalls.

Als mein Sohn, der ein Fitnessjunkie ist, mich neulich mit meiner 2 Liter Eisteeflasche beobachtete – ich muss immer viel davon da haben, sicher ist sicher – meinte er „Was trinkst Du denn da für einen Schrott“. “Wieso ist ohne Zucker also macht doch nichts“. „Ja aber hast Du mal hinten draufgeschaut, was da alles drin ist an Zusatzstoffen? Wieso trinkst Du nicht einfach Wasser. Was Besseres gibt es nicht und es schmeckt auch am besten“. Na was den Geschmack angeht, konnte ich ihm definitiv nicht zustimmen. Die Zusatzstoffe – ja so ganz kalt hat mich das Kleingedruckte auf der Flasche auch nicht gelassen – aber ich nahm es in Kauf, denn Wasser kam ja nicht in Frage.

„Mach doch mal einen Versuch“ drängte mich mein Sohn. „Probier mal zwei Wochen nur Wasser zu trinken und keinen Eistee – wirklich NUR Wasser. Und dann sagst du mir ob Du Wasser immer noch so schlimm findest.“ Ich war nicht überzeugt, denn Wasser fand ich nur fad. Aber da ich aufgrund meiner aktuellen gesundheitlichen Situation manches Verhalten neu überdenke, war ich bereit, den Versuch zu wagen. Ja, es erschien mir wirklich als Wagnis auf meinen Eistee verzichten zu müssen.

Die ersten drei Tage waren dann auch hart. Ich sehnte mich nach jedem Glas schalem Wasser nach meinem wunderbaren süßen Eistee, der mich jedes Mal verführerisch angrinste, wenn ich die Kühlschranktür öffnete. Dann nach dem dritten Tag dachte ich nicht mehr darüber nach und ich trank immer mehr Wasser und fand es sogar erfrischend.

Als die zwei Wochen vorüber waren, habe ich das gar nicht gemerkt. Erst als mein Mann mir drei Wochen später aus der Küche zurief: „Was willst Du zum Essen trinken? Deinen Eistee?“ Ohne auch nur nachzudenken, erwiderte ich: „Nein auf gar keinen Fall“. Mir wurde auf einmal leicht übel, als ich an die schrecklich süße „Plörre“ dachte. Ich hatte überhaupt kein Verlangen mehr danach.

Ich finde das Ergebnis dieses Selbstversuchs erstaunlich. Es zeigt mir, wie sehr wir heute auf süße Getränke konditioniert sind. Aber vor allem wundert es mich, wie schnell man sich dieses Bedürfnis abgewöhnen kann und sogar ohne dass es einem fehlt. Das ist wunderbar.

Ich wollte diese Erfahrung auf jeden Fall teilen, weil ich weiß, wie gut es besonders für Diabetiker ist, wenn sie zuckerhaltige Getränke lieben, sich auf Wasser umzustellen – aber für alle anderen natürlich auch. Wenn Sie mögen, probieren Sie es einmal aus. Die Chancen stehen gut, dass Sie dasselbe erleben wie ich.

Übrigens: In meiner Küche warten weitere 18 2-Liter Vorratsflaschen Eistee Zero auf Abnehmer. Ich hoffe es kommt bald Besuch, dem ich das andrehen kann.

Autor: Prof. Dr. Dorothee Gänshirt

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