Grippeimpfung – sie schützt nicht nur vor Grippe

Jedes Jahr wieder, wenn der Herbst kommt, denken viele Menschen mit einer chronischen Erkrankung daran, sich gegen Grippe impfen zu lassen – eine sinnvolle Vorbeugung, denn im besten Fall bewahrt sie uns ganz vor der Grippe oder aber sie verläuft wesentlich milder als ohne Schutzimpfung. Aber wussten Sie dass die routinemäßige Grippeimpfung auch vor ganz anderen Erkrankungen schützen kann?

Man hat in einer Studie herausgefunden, dass Menschen, die gegen Grippe geimpft wurden, im Folgejahr ein um 30% geringeres Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere schwerwiegende Herzerkrankungen hatten.

Worauf kann man das zurückführen? Nun, eine Grippe ruft im Körper eine massive Immunantwort und eine erhebliche Entzündungsreaktion hervor. In der Folge können die Ablagerungen in der Gefäßen – die Plaques – instabil werden, so dass es zu Gefäßverschlüssen kommt, die wiederum einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen können. Ebenso können Grippeviren direkt auf den Herzmuskel einwirken und diesen schädigen, was zu einer Herzschwäche führen oder aber eine bestehende Herzschwäche verschlimmern kann.

Also: wenn Sie eine Herzkreislauferkrankung haben oder durch Diabetes ein erhöhtes Herzkreislaufrisiko, dann denken Sie an die Grippeimpfung – sie kann auf vielerlei Weise vorbeugen. Die beste Zeit dafür ist Oktober oder November. Machen Sie einen Termin!

Autor: Prof. Dr. Dorothee Gänshirt

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