Der Mann, der sich selbst das Leben rettete

 

Vor zwei Wochen machte ich eine erstaunliche Begegnung, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Auf der Bank, auf der ich oft beim Spaziergang mit meinen Hunden Rast mache, saß ein älterer Herr, mit dem ich ins Gespräch kam. Er erzählte mir, dass er jeden Tag 2-3 Stunden spazieren gehe. „Oh das ist aber viel“. Ich staunte, denn er schien mir schon weit über 70. „Ja das hat seinen Grund. Es hat mir das Leben gerettet, wenn Sie so wollen“. „Wie das?“. Und er erzählte mir, dass er mit 50 einen Herzinfarkt hatte. Eigentlich hätte ein Stent sein Leben retten können, aber das war wegen der Lage des betroffenen Gefäßes zu gefährlich. Also hatten ihm die Ärzte gesagt, er müsse wohl damit rechnen, sehr bald einen zweiten Infarkt zu bekommen – mit ungewissem Ausgang.

Er wusste also, dass sein Leben in Gefahr war und zunächst erschien ihm seine Lage nach der Nachricht der Ärzte aussichtslos. Aus Überlebenswillen hatte er sich dann entschieden, selbst zu tun was er konnte, um gesund zu werden. Schließlich hatte er ja auch nichts mehr zu verlieren – er konnte nur gewinnen. Also hat er angefangen jeden Tag eine Stunde spazieren zu gehen – jeden Tag.

Nach einem Jahr beim regelmäßigen Checkup hatte sein Arzt ihn zuerst gar nicht mehr erkannt, weil er sich äußerlich so verändert hatte. Am größten war jedoch das Erstaunen, als er seine Werte wie Blutdruck, Cholesterin usw. sah. Der Arzt sagte: „Ihre Werte sind einwandfrei. Ich kann das kaum glauben, was haben Sie gemacht im letzten Jahr?“

„Mittlerweile“, so schloss der ältere Herr auf der Bank ab, „bin ich 75 Jahre alt geworden. Nach meiner Pensionierung habe ich mein Pensum beim Spazierengehen zuerst auf 2 Stunden und inzwischen auf 3 Stunden am Tag erhöht. Ich bin jetzt so fit, dass ich mit meiner Frau in den Bergen Fahrradfahren kann.“

Was sagt uns das?

Erstens, dass man als Herzpatient sehr viel mehr selbst in der Hand hat als man glaubt!

Zweitens, dass man sich gar nicht so sehr anstrengen muss – Spazierengehen reicht – aber es muss regelmäßig sein.

Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreiben Sie uns einen Kommentar!

Autor: Prof. Dr. Dorothee Gänshirt

Ein Kommentar zu „Der Mann, der sich selbst das Leben rettete

  1. Seit Ende 1955 (im Alter von 13 Jahren) bin ich Diabetiker, 171 cm groß, wiege 64 kg. Seit 10 Jahren bin ich Pensionär. Nach der mittleren Reife habe ich zunächst (wegen des Diabetes) eine Lehre als Großhandelskaufmann gemacht und abgeschlossen, dann etwa zwei Jahre das Abendgymnasium besucht Danach habe ich die Aufnahmeprüfung an einer Pädagogischen Hochschule gemacht und bestanden (einer von 10 von fast 200 Prüflingen ohne Abitur) . Nach drei Jahren an der PH habe ich die Prüfung mit gutem Ergebnis bestanden. Als Diabetiker sollte ich nicht verbeamtet werden. Deshalb studierte ich weiter zum Diplom-Pädagogen. Die Prüfung bestand ich mit „sehr gut“. Anschließend arbeitete ich als Lehrer im Angestelltenverhältnis. Leider meinte 1974 ein Augenarzt von der Diabetes-Klinik in Bad Oeynhausen, dass bei mir Schäden durch den Diabetes am Augenhintergrund feststellbar seien. Andere Augenärzte konnten das aber nicht bestätigen. Meine Augen zeigten in Bad Lauterberg 1996 bei einer erneuten Untersuchung immer noch keinen Schaden. Deshalb wurde ich ab Februar 1997 verbeamtet und unterrichtete bis Ende Februar 2007 als Lehrer im Beamtenverhältnis. – Ich habe nie geraucht, trinke keinen Alkohol, war niemals korpulent. Mein Gewicht ist gleich geblieben. Nun bin ich länger als 62 Jahre Diabetiker, habe immer Insulin gespritzt und mit sachlich richtiger Diät gelebt. Leider wurde bei mir 2001 auch eine COPD festgestellt, die mir zur Zeit gesundheitlich am meisten Schwierigkeiten macht.

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