Weniger Stress Teil 1 – Zeitmanagement

Kennen Sie das? Verschlafen und sowieso in Eile, dann kleckert man beim Frühstück noch Kaffee übers Hemd, muss sich noch mal umziehen, auf dem Weg zur Arbeit ist Stau und – genau – tanken muss ich auch noch. Bei der Arbeit zu spät angekommen hat einen die „nette“ Kollegin  auch noch verpetzt und der Chef hat Ihnen bereits ein dickes Paket mit Arbeit auf den Schreibtisch gelegt. Mittags ruft Ihre Tochter von der Schule an, weil Ihr Mann vergessen hat sie abzuholen…

Wenn Sie sich häufig in solchen Situationen wiederfinden, dann sollten Sie etwas tun. Ihrer Gesundheit zu Liebe und damit Sie wieder ein zufriedeneres Leben führen können. Die gute Nachricht ist: Stressbewältigung kann man lernen.

Aber wie?

Die Lösung ist hier wie so oft nicht das Patentrezept, sondern es sind viele kleinere und größere Veränderungen in Ihrem Leben, die dazu beitragen, Ihren täglichen Stress unter Kontrolle zu bringen.

In diesem Artikel will ich mich einmal mit dem Zeitmanagement beschäftigen. Zeitmanagement ist nicht nur etwas für Manager, sondern jede und jeder von uns, die viele Dinge auf einmal zu erledigen haben, müssen es lernen, wenn wir einigermaßen entspannt bleiben wollen.

Nehmen Sie sich nie zu viele Dinge auf einmal vor. Ich selbst neige dazu bei meiner Tagesplanung immer jede Stunde vollzupacken. Aber: Es geht immer was schief, was ich nicht voraussehe und es kommt immer noch das eine oder andere Unvorhergesehene hinzu und dann habe ich für diesen Tag schon wieder verloren.

Wenn auch Ihr Tag regelmäßig vollgepackt ist und Sie immer wichtige Dinge vor sich herschieben, dann kann das sehr leicht zu sehr ungesundem Dauerstress führen. Man denkt immer an die unerledigten Dinge, das schlechte Gewissen plagt und man wird unleidlich und schläft schlecht.

Machen Sie einmal einen Selbstversuch: Schreiben Sie sich für jeden Folgetag auf, was Sie erledigen müssen. Notieren Sie hinter jede Aufgabe eine Zahl von 1-10. 10 bedeutet, dass Sie die Aufgabe auf jeden Fall erledigen müssen – z.B. ein Arztbesuch, Anruf bei der Mutter um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. 5 bedeutet, dass es schön wäre, wenn die Aufgabe erledigt würde, aber kein Beinbruch, wenn es nicht passiert. Konzentrieren Sie sich am Tag zunächst einmal auf die wichtigen Dinge. Arbeiten Sie diese zuerst ab. Gehen Sie dann zu den weniger wichtigen Dingen über. Wenn Sie sich gegen Ende des Tages noch voller Energie fühlen, dann erledigen Sie auch noch die Dinge, die eine Wichtigkeit von 1 oder 2 haben, wie z.B. Winterkleidung weghängen oder den Speicher aufräumen. Wenn Sie dies eine Zeitlang getan haben, werden sie bei allen anstehenden Aufgaben automatisch in Ihrem Kopf eine Bewertung durchführen: wichtig, weniger wichtig, gar nicht wichtig. Sie sind viel gelassener, wenn Sie wissen, dass Sie die wichtigen Dinge erledigt haben. Auch sollten Sie im Laufe des Tages immer wieder aufmerksam sein und sich fragen, wann Sie eine kurze Pause brauchen. Rechtzeitige Pausen bedeuten weniger Stress aber es bedeutet auch, dass Sie leistungsfähiger bleiben.

Ein wichtiger Aspekt bei der Bewältigung von allzu zahlreichen Aufgaben im Alltag ist auch NEIN sagen zu können. Halsen Sie sich nicht widerspruchslos alles auf, was andere Ihnen zumuten wollen. Sie müssen besonders da Sie nicht mehr ganz gesund sind Rücksicht auf sich nehmen, delegieren Sie ruhig mal eine Aufgabe an andere, auch wenn Sie der Meinung sind Sie selbst könnten es besser.

In unserem Portal finden Sie mehr über Stress und seine Auswirkungen für Ihre Gesundheit

Sie finden dort auch ein Beispiel für ein Stresstagebuch. Viel Spaß beim Stöbern.