Yoga – sanft aber kraftvoll

Yoga gehört zu den Top 10 alternativen Methoden um die Gesundheit zu erhalten oder Beschwerden verschiedenster chronischer Erkrankungen zu lindern.

Die moderne Schulmedizin vermag heutzutage viel. Dennoch ist ein rein schulmedizinischer Ansatz bei den meisten chronischen Erkrankungen nicht genug. Diese Erkrankungen brauchen mehr. Meist sind nicht nur die Organe sondern auch emotionale, intellektuelle und persönliche Bereiche genauso stark betroffen. Auf diese Bereiche  zielt die Schulmedizin nicht ab. Sie beeinflussen aber die Heilung und die Beschwerden ganz erheblich und somit können Sie sehr viel zu Ihrer Gesundheit beitragen, wenn Sie sich aus der Liste der alternativen Methoden einige heraussuchen, die Ihnen gut tun.

Yoga ist eine davon und sie ist erstaunlich wirkungsvoll. Es gibt zahlreiche anerkannte Studien, die belegen, dass Yoga chronische Schmerzen lindert, den Blutdruck senkt, das Gewicht reduziert, Stress-belastbarer macht, COPD- und Asthmabeschwerden lindert, Rückenschmerzen lindert und vieles mehr. Klingt unglaublich? Ja aber all das ist inzwischen gut belegt. Yoga ist eine zeitlose und holistische Methode zur Erhaltung der Gesundheit und zur Unterstützung vieler Heilungsprozesse. Der Grund dafür ist, dass Yoga sowohl seelisch entspannt, geistig klarer macht als auch körperlich stärkt. Wir wissen inzwischen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen der allgemeinen Gesundheit und dem inneren Frieden gibt, den die Yogapraxis vermittelt. Es ist diese zusätzliche Komponente des Yoga, welche den Unterschied zu vielen reinen Bewegungsprogrammen ausmacht.

Wenn Sie Neueinsteiger sind, dann schliessen Sie sich für eine Weile einer Yogagruppe mit einer guten Anleitung an. Besonders, wenn Sie Schmerzpatient sind ist es wichtig, dass Sie falsche Bewegungen vermeiden.

Es gibt zahlreiche Wege Yoga zu praktizieren, ruhige und entspannende, statische, dynamische und anstrengende. Auch das macht den Wert des Yoga aus. Sie können Ihre Praxis ganz Ihren Bedürfnissen, Ihrer Fitness und Ihrer Tagesform anpassen. Das macht es so wertvoll für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Es kommt nicht auf die Leistung an, die Sie dort vollbringen. Es kommt darauf an, dass Sie regelmässig, langsam, leise praktizieren. Dann kommt der Erfolg von ganz allein. Ohne Mühe – nur durch regelmässige Hingabe. Blenden Sie während Ihrer Praxis alles aus, was Sie über Erfolgsdruck wissen. Konzentrieren Sie sich vielmehr darauf, dass Sie sich gut fühlen. Lassen Sie die Yogazeit als Ihre Auszeit gelten. Nehmen Sie sich regelmässig dafür Zeit – auch dann wenn es einmal nur sehr kurz ist.

Ich selbst habe Yoga immer wieder in den verschiedensten Lebensphasen praktiziert. Sehr anstrengend und intensiv vor 10 Jahren. Damals begleitete mich mein Sohn (sehr sportlich und damals Vizeweltmeister im Kickboxen) einmal zu einem Kurs. „Das mach ich mit links so als kleine Aufwärmübung“, sagte er vorher großkotzig. Nach 20 Minuten steh ich mit dem Kopf nach unten und schau ihm auf seiner Matte direkt in sein Gesicht, der Schweiss tropft ihm auf die Matte. „Mama, wie lange geht das noch?“ „Noch eine Stunde und 10 Minuten“, sag ich. „Oh Mann!“. Trotzdem war er so begeistert, dass er heute noch mit Anfang 30 und obwohl er sonst begeistert Gewicht stemmt, Yoga als Ausgleich praktiziert.

Inzwischen hat meine Yogapraxis ganz andere Wendungen genommen. Während der Chemotherapie habe ich 10 Minuten und das nur an manchen Tagen geschafft und auch nur leichte Übungen im Liegen. Nach der Therapie habe ich durch Medikamente oft starke Muskelschmerzen und so lass ich es sehr langsam und behutsam angehen. Aber dennoch bin ich jedesmal erstaunt, wie sehr es mir hilft. Und ich kann es meine Bedürfnissen vollkommen anpassen. Ich kenne sonst nichts, das mich in so verschiedenen Lebenslagen begleitet und mir so geholfen hat wie Yoga. Ich kann es nur jedem empfehlen. Sie werden, wenn Sie es richtig praktizieren, in jedem Fall davon profitieren. Versprochen!

Schauen Sie einmal in unser Video die Katze. Eine ganz leichte Yogadehnübung, die Sie sehr gut morgens nach dem Aufstehen (und wann immer Sie wollen zwischendurch) machen können. Es entspannt, lockert und dehnt den Rücken und den Brustkorb. Die Übung ist auch wohltuend für Menschen mit Asthma oder COPD – denn sie erleichtert die Atmung.